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Fortifikationsmauer an der Elbe

 

 

 


Norbert Lange
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© Norbert Lange


 

Sächsische Elb- und Landesfestung
von 1810 bis 1814
Preußische Elb- und Grenzfestung von 1814 bis 1889
 

Mit dem Befehl vom 29.11.1810 wurde Torgau durch den sächsischen König Friedrich August I. (*1750; †1827) und auf Drängen von Napoleon (*1769; †1821), der eine starke Befestigung an der mittleren Elbe forderte, zur Festung erklärt und in den Folgejahren hastig ausgebaut. Torgau stellte sich im Vergleich mit Wittenberg als der bessere Standort heraus obwohl die leicht erhöhte Lage des Stadtkerns als ungünstig betrachtet und ein Festungsbau auf der gegenüberliegenden Elbseite in Erwägung gezogen wurde.

Planungen erfolgten durch Ingenieurcapitain Ernst Ludwig (von) Aster (*1778; †1855). Die Grundsteinlegung erfolgte am 22. Juli 1811 durch den sächsischen König. Zeitweise über 4.000 Soldaten und 1.500 Zivilarbeiter sorgten für einen rasanten Baufortschritt, so dass im Dezember 1811 der Rohbau des Zentralwerkes mit 8 Bastionen fertig war. Dem Bau der neben Königstein wichtigsten sächsischen Landesfestung mussten 160 Häuser der Vorstädte, das königliche Waisenhaus mit Waisenhauskirche, die Heiliggeistkirche, das Spital und weite Teile der mittelalterlichen Stadtbefestigung weichen. Zwanzig weitere Gebäude gingen in den Besitz der Festung über und wurden später zum Teil auch abgerissen. Die Bauleitung übernahm ab Januar 1811 Oberst Johann August Le Coq (*1748; †1828). Beim Bau der Festung Torgau wurden Baumaterialien von der sich seit 1809 verstärkt im Rückbau befindlichen Festung Dresden wieder verwendet. Dresden sollte als sächsische Residenzstadt nicht einer Belagerung und damit seiner Zerstörung ausgesetzt werden.

Der sächsische Kommandant Johann Adolf Freiherr von Thielmann (auch Thielemann) (*1765; †1824) übergab am 10. Mai 1813 die Festung den Franzosen. Napoleon, der nicht nur auf den Entscheid für den Standort, sondern auch auf die Gestaltung der Festung eingewirkt hatte, überzeugte sich selbst am 10. Juli 1813 von deren Beschaffenheit.

Erste preußische und russische Truppen erschienen am 3. Oktober (also noch vor der entscheidenden Schlacht bei Leipzig) vor der Stadt.

Nachdem am 16.-19. Oktober 1813 Napoleon in der Völkerschlacht bei Leipzig eine vernichtende Niederlage hinnehmen musste, führte Napoleons zurückweichende Kriegstross mit dem Verpflegungstruppe, dem Medizinwesen und dem Feldpostamt sowie der Kriegskasse nach Torgau. Die Festung war dieser Anzahl von Pferden und Wagen nicht gewachsen und es musste zum Teil vor der Stadt Lager bezogen werden.

Am 2. November 1813 wurde Torgau durch preußische Truppen eingeschlossen. Die nachfolgende Belagerung der durch französische Soldaten unter Gouverneur Divisonsgeneral Graf von Narbonne (*1755; †1813) hoffnungslos überbelegten Festung (darunter ca. 11.000 Lazarettinsassen) brachte bis zur Übergabe der Festung am 10. Januar 1814 vieltausendfach Tod über Soldaten und die Stadtbevölkerung. Weniger die Feindeinwirkung als die Folge der sich ausbreitenden Typhus-Epidemie und der Hunger und wohl auch die Tatsache, dass Torgau zu dieser Zeit noch keine geregelte Entwässerung besaß und die Trinkwasserzuleitung über das Röhrsystem aus Süptitz durch eine Patrouille unter Generalleutnant Fabian Gottieb von Osten-Sacken (*1752; †1837) noch vor der förmlichen Belagerung unterbrochen wurde, führte zu der katastrophalen Not.

Nicht ohne Grund wurden nach der Übergabe der Festung lediglich die Außenwerke durch die Siegermacht besetzt und die Festung erst im März 1814 für gesund erklärt.

Der Torgauer Theologe und Chronist J.C.A. Bürger (*1794; †1868) beschreibt bildreich die grauenvollen Zustände während der Belagerung. Er schätzt die Gesamtzahl der Kriegsopfer durch die Belagerung auf nicht weniger als 30.000. (Die Anzahl der Opfer variiert je nach Quelle z.T. beträchtlich!)

Von den ca. 5.000 Einwohnern der Stadt verloren 980 während der Belagerung ihr Leben, jedoch nur 2 durch feindlichen Beschuss. Etwa 7.500 Bomben und Granaten fielen auf die Stadt und ließen 17 Häuser abbrennen und führten zur Beschädigung von 200 Gebäuden. Der Schaden belief sich auf geschätzte 215.556 Thaler.

Als Ergebnis der Verhandlungen im Wiener Kongress 1814/15 kam der nördliche Teil Sachsens zu Preußen. Torgau wurde preußische Kreisstadt und erhielt eine besondere Bedeutung als Preußische Grenzfestung an der Elblinie.

In der Folge wurde Torgau durch Preußen als Festung stetig weiter ausgebaut und entsprechend den sich ändernden Anforderungen in neupreußischer Manier durch weitere Außenwerke ergänzt bzw. vorhandene weiter befestigt. So wurden allein bis 1835 eine Millionen Thaler für den Wiederaufbau und die Umbaumaßnahmen aufgewendet. Während die sächsischen Befestigungen überwiegend in Sandstein aufgeführt wurden erfolgte der Weiterbau unter preußischer Regie meist als Ziegelbau (und teilweise Zyklopenmauerwerk Granit/Porphyr). 1819 wurde eine Festungsziegelei vor den Toren der Festung in Richtung Repitz errichtet. Bis 1830 wurde noch Sandstein für die Festung Torgau von der geschleiften Festung Dresden erworben und durch die Preußen in Torgau eingebaut.

Die weitere Entwicklung der Waffentechnik führte dazu dass die alten Defensivfestungen ihren militärischen Sinn immer mehr verloren. So wurde mit der Verfügung vom 23. Juni 1889 der Festungsstatus für Torgau aufgehoben und es wurde der Weg für die freie Entwicklung der Stadt eröffnet. Das Festungsgelände ging mit Vertrag vom 1. Januar 1893 zum größten Teil in den Besitz der Stadt über.

Ein von Carl Otto Lohausen (*1838; †1921) aus Halle angedachte und vom Regierungsbaurat Ewald Genzmer (*1856; †1932) weitergeführter Entwässerungs- und Bebauungsplan wurde durch den Stadtbaurat Hermann Josef Stübben (*1845; †1936) aus Köln geprüft, so dass nach erfolgter Planung 1893-96 mit den Arbeiten begonnen werden konnte.

Mit dem Abbruch der Festungsbauwerke wurde bereits 1893 begonnen und später die Wälle und Gräben eingeebnet. Eine umfangreiche kommunale und private Bautätigkeit begann. Eine zentrale Stadtentwässerung wurde angelegt und die bereits seit 1569 vorhandene und 1878 veränderte/erweiterte Wasserversorgung den neuen Anforderungen angepasst. Der Bau eines Villengürtels als Übergang zum Glacis (dann als Stadtpark unter Mitwirkung des Landschaftsgärtners Staeglich gestaltet) und eine gemischte Wohnbebauung von der Ringstraße zur Stadt konnten um 1900 beginnen. In den Jahren bis ca. 1913 entstand hier eine Vielzahl von Wohngebäuden in verschiedenen Stilrichtungen, jedoch fast vollständig auch durch Jugendstilelemente verschiedener Ausprägungen beeinflusst.

Trotz der Aufgabe der Festung blieb Torgau noch viele Jahrzehnte ein bedeutender Garnisonsstandort, so dass in der Folge eine heute noch vielerorts das Stadtbild bestimmende großzügige Bebauung von ursprünglich militärischer Bedeutung entstand. Selbst nach dem 2. Weltkrieg wurden ehemalige Militärbauten durch die sowjetische Armee weiter benutzt und durch die NVA ein Reservedepot an der Bahnstrecke Leipzig/Cottbus neu angelegt. Beide Einrichtungen verloren erst mit der deutschen Wiedervereinigung ihre Bedeutung und werden jetzt verschiedenartig zivil genutzt.

Neben der Bedeutung Torgaus als ehemalige sächsische Residenzstadt (mit einer seit der Zeit der Renaissance fast unverändert erhaltenen Stadtstruktur) und mit Wittenberg wichtigste Stadt der Reformation hat Torgau eine herausragende Bedeutung als sächsische und preußische Festungs- und Garnisonsstadt.

Leider sind derzeit viele Bauwerke dem Verfall immer noch ungeschützt preisgegeben und es besteht von den verantwortlichen Stellen weitestgehende Konzeptlosigkeit.

Selbst nach der Wiedervereinigung wurden noch erhaltene wichtige Bauwerke der Festung durch die Stadt widerstandslos privaten Investitionsinteressen geopfert und dem Abbruch preisgegeben.

Es ist dringend notwendig, dieses bedeutende Kapitel der Geschichte Torgaus auch als Teil der Geschichte Sachsens und Preußens im Bewusstsein zu halten und die vielen Zeugnisse der Architektur und Ingenieurtechnik zu erhalten und zu nutzen.

Tor zum Fort Zinna mit Reduit; das Reduit wurde abgerissen; spätere Nutzung des Forts als Gefangenenlager und Wehrmachtsgefängnis, derzeit Justizvollzugsanstalt des Freistaats Sachsen (siehe auch hier); Zustand um 1938

Ferstung Torgau;  Fort Zinna um 1938

Reduit des Fort Zinna während der Bauarbeiten zur Errichtung des Kreuzbaus der Haftanstalt; Zustand um 1938

Festung Torgau; Reduit des Fort Zinna (nicht mehr vorhanden)

Reduit-Blockhaus am Fort Zinna; Schlussstein von 1869; das letzte erhaltene Blockhaus von ehemals drei Stück dieser Art im dem Fort; 1898 wurde es als Pulvermagazin wohl für die 1898-1901 erbaute Seydlitz-Kaserne umgebaut.
Zustand Sept. 2008

Festung Torgau; Reduit-Blockhaus des Fort Zinna

Innenansicht Reduit Blockhaus; feindseitige Schmalseite innen; die Decke zum OG ist entfernt; die mittige Geschützscharte und die beiden seitlichen und später zu Fenstern vergrößerten Gewehrscharten sind zugemauert; noch erhalten ist der Haltering für das Geschütz.
Zustand Apr. 2010

Festung Torgau; Blockhaus Fort Zinna, Blick ins Obergeschoss

Bastionsecke Halbbastion I mit Sicht auf die Kehlmauer. Die Öffnungen gehören zu einem der beiden sächsischen Pulvermagazinen, die von den zurückweichenden französischen Soldaten gesprengt und später von den Preußen wieder aufgebaut wurden. Zustand 2010

Festung Torgau; Pulvermagazin FortZinna ; Bastion A

Reste einer ausgebauten Stellung auf dem Wall der Bastion I am Fort Zinna. (Der Zeitpunkt des Baus bzw. Ausbaus dieser Anlage ist ungeklärt.)
Zustand Apr. 2010

ausgebaute Stellung im Fort Zinna (auf dem Wall der Bastion I)

Konterescarpe am Fort Zinna auf einer Länge von etwa
1.600 (!) m erhalten
Zustand Okt. 2008

Fort Zinna, Konterescarpe

doppeltes Minenvorhaus im Fort Zinna an der Spitze der Bastion III; von den ehemals ca. 1300 m der geplanten Minengänge sind heute noch ca. 500 m offen und begehbar
Zustand Apr. 2010

Doppeltes Minenvorhaus Fort Zinna

doppeltes Minenvorhaus im Fort Zinna; Minengänge mit Seitenästen sowie der angelegte Gang zur “unterirdischen Communication” sind erhalten
Zustand Okt. 2008

Fort Zinna, Minenvorhaus

Minengang mit Seitenarmen am Fort Zinna; die sektionsweise Sprengung mit Zerstörung des darüber liegenden Geländeabschnitts sollte den sich herangrabenden Gegner aufhalten
Zustand Okt. 2008

Fort Zinna, Minengang

Brückenkopf von der Elbseite; Grabenkaponniere 1850-1855 Defensionskaserne 1855-1859;
historische Postkarte aus dem Bestand des Stadtarchivs Torgau (F61)

Brückenkopf Torgau, historische Postkarte

Grabenkaponniere 1850-1855 in der Abendsonne; (heute nicht mehr vorhanden) Foto aus dem Bestand des Stadtarchivs Torgau (F159)

Grabenwehr vor der Defensionskaserne im Kehlgraben des Brückenkopfes

Wallgraben mit Künette am Brückenkopf;
Das Naturschutzgebiet von europäischem Rang bringt besondere Herausforderungen beim Denkmalschutz ist aber auch als Besonderheit und Chance zu verstehen. Den größten Teil des Jahres ist die Künette mit Wasser gefüllt, nur im Sommer trocknet sie aus.
Zustand Herbst 2008

Künette Brückenkopf

Tor der Defensionskaserne auf dem Brückenkopf mit Schießscharten in den Torpfeilern und den oberen Durchführungen für die Ketten des Brückenzugmechanismus
Zustand 2010

Tor Brückenkopf (Tor zur Kaserne)

Wirtschaftsgebäude am Kehlgraben mit Gewehrscharten. Der Kehlgraben ist zum Teil verfüllt; Blick nach Nordosten;
Zustand Nov. 2010

Wirtschaftsgebäude und Kehlmauer Defensionskaserne Brückenkopf

Hofansicht des Wirtschaftsgebäudes am Kehlgraben. Derzeit ungenutzt; Ansicht von Süden
Zustand Okt.. 2009

Wirtschaftsgebäude Brückenkopf; Hofansicht

feldseitige Ansicht der Defensionskaserne des Brückenkopfes (von Süden); Die ehemige Erdaufschüttung ist entfernt. Bau 1856-58
Zustand Mai 2008

Brückenkopf Torgau , Defensionskaserne von Süden

Doppelachse der Defensionskaserne des Brückenkopfes (Hofseite); Nur ein Teil des Gebäudes wird derzeit als Jugendzentrum (IG Rock .e.V.) genutzt.
Zustand Mai 2009

Brückenkopf; Doppelachse der Hofseite

Flur im Obergeschoss der Defensionskaserne; Stellplatz für ein Geschütz in jeder Wandnische.
Zustand Sep. 2010

Flur Defensionskaserne im Obergeschoss

Innenansicht eines Raumes der Defensionskaserne mit Blick zum Hof (hier im Obergeschoss)
Zustand Sep. 2010

Innenraum Obergeschoss der Defensionskaserne

Defensionskaserne; Sturmgitter einer Geschützscharte im Obergeschoss in geschlossenem Zustand mit Schnellverschluss
Zustand Okt. 2010

Defensionskaserne Brueckenkopf; Sturmgitter im Obergeschoss

kasemattierte Geschützstellung mit Schlußstein “FAR 1812” (Friedrich August Rex 1812) innerhalb der Kurtine zwischen Halbbastion A und Bastion B am Brückenkopf
Zustand Nov. 2008

Brückenkopf Torgau, kasemattierte Geschützstellung

Innenansicht der kasemattierten Geschützstellung (1812) mit feldseitiger Geschützscharte; ehemals sächsiche Poterne und wohl um 1820 umgebaut; rechts und links befinden sich die Zugänge zu den seitlichen Nebengewölben
Zustand Nov. 2008

Brückenkopf Torgau, kasemattierte Geschützstellung

Schlußstein über dem Tor der Poterne in der Kurtine des Hauptwerkes zwischen Bastion II und III;
Bezeichnung FAR 1811 - (Friedrich August Rex 1811)
Zustand Nov. 2008

Schlussstein Poterne zwischen Bastion II und III

Schlussstein im Kreuzungspunkt der Tonnengewölbe der Poterne zwischen Bastion A und B:
Ltnt.
Buschbeck
1812

Zustand Sep. 2010

Schlussstein Ltnt. Buschbeck 1812

Artikel 14 Grundgesetz kontra Artikel 72/74 Grundgesetz

Zustand Apr. 2009

Natur kontra Kultur

Hohltraverse auf der Bastion C des Brückenkopfes; Insgesamt sind 5 Hohltraversen auf dem Brückenkopf erhalten (jedoch in bedauernswertem Zustand).
Zustand 2009

Hohltraverse Brückenkopf; Bastion C

Hohltraverse auf Bastion C
Zustand Mai 2009

Ansicht Hohltraverse Bastion C

Hohltraverse auf Bastion C; Kartuschennische mit der originalen genieteten Stahltür und den Inneneinbauten
Zustand Dez. 2008

Kartuschennische einer Hohltraverse

Innenansicht Hohltraverse der Bastion C. im Brückenkopf
Zustand Mai 2009

Innenraum Hohltraverse Bastion C

Pferdeställe im Bereich der Bastion C im Brückenkopf
Zustand Mai 2009

Pferdestaelle_Brueckenkopf1_200

Kriegspulvermagazin (KPM) auf der Bastion D des Brückenkopfes auf dem Gelände der “Torgauer Schützengilde 1991 e.V.” ; Eingang von Westen
Zustand Nov. 2010

Eingang Kriegspulvermagazin

Zugans zum Kriegspulvermagazin im Brückenkopf; gut zu erkennen ist der Bereich des Ganges, der im Zuge der Verstärkung als Verlängereung angesetzt wurde; Im Hintergrund der Raum für den Schreiber und davon nach links abzweigend das Lagergewölbe
Zustand Nov. 2010

Zugang KPM Brückenkopf

Kriegspulvermagazin auf Bastion D des Brückenkopfes; Eingänge zur Lüftung und zur Begehung des Raumes zur Laternenbeleuchtung
Zusatnd Nov. 2010

Kriegspulvermagazin, Lütungs- und Beleuchtungszugang

Kriegspulvermagazin auf dem Brückenkopf. Bastion D; Dreiseitig umlaugende Lüftungsgänge mit Öffnungen in den Lagerraum (heute verschlossen) sorgten für trockene Lagerbedingungen; Im Hintergrund die Öffnung hinter der eine Eisenbahnlaterne hinter Glas für das nötige Licht sorgte
Zustand Nov. 2010

Kriegspulvermagazin Brueckenkopf

Körnermagazin von 1877/78 im Bereich der Bastion II mit entfernter Erdaufschüttung
Zustand Nov. 2008

Körnermagazin Bastion II

Tor zum Körnermagazin komplett als Stahlblechtür, genietet mit Scharnieren, Verschluss- und Offenhaltemechanismus erhalten; leider wurden die originalen Fensterläden im rechten (oben dargestellen) Bereich fast vollständig - einschließlich der Scharniere - entfernt und wohl auch “entsorgt”.
Zustand Jun. 2011

originales Tor des Körnermagazins;  Festung Torgau

rechte Flankenkasematte der Bastion II; jetzt Soziokulturelles Zentrum (KAP-Torgau e.V.) mit angeschlossenem Kinoneubau
Zustand Nov. 2008

rechte Flankenkasematte Bastion II

Kriegspulvermagazin hinter der Halbbastion VIII im Hauptwerk; Zu sehen ist der veränderte hintere Eingang zum ehemals abgeschlossenen Raum mit der Eisenbahnlaterne zur Beleuchtung; Über dem Eingang ist noch der Luftabzug für die Laterne erkennbar; der eigentliche Zugang befindet sich an der anderen Seite
Zustand Okt. 2010

Festung_Torgau_KPM_Hauptwerk_1_200

Batardeau vor der Halbbastion I (jetzt in der Nähe des Hafens) am Oberhafentor; der Graben ist verfüllt jedoch weite Mauerbereiche mit Abdeckungen sind noch vorhanden
Ein zweites Batardeau ist nordlich im Bereich des Bootshauses erhalten (am Unterhafentor)
Zustand Nov. 2010

Batardeau  Oberhafentor (Elbseite)

in den Brückenneubau (1996/97) wieder integrierte Teile der Fortifikationsbauwerke der alten Eisenbahnbrücke; der erste Eisenbahnbrückenbau erfolgte im Frühjahr 1872; Die flankierenden Blockhäuser sind mit dem Brückenneubau 1996/97 entfernt worden.
Zustand Elb-Westseite von Süden; Zustand 2007

Fortifikation Eisenbahnbrücke

Fortifikationsmauer an der Elbe mit Gewehr- und Geschützscharten
Im Hintergrund (mittig) das Elbmagazin von 1782/84, rechts das Schloss Hartenfels
Zustand Okt. 2008

Fortifikationsmauer an der Elbe

Elbmagazin; 1782/84 als Magazingebäude des Zucht- und Armenhauses im Schloss errichtet und 1810/14 umgebaut als Feldzeugmagazin zur Heu- und Strohlagerung.
Zustand Sep. 2010

Elbmagazin von 1782/84; Festung Torgau

Militär-Proviantmagazin
wurde 1727/28 als zweiflügliges Getreidemagazin wohl hauptsächlich für militärische Zwecke errichtet und nach 1882 erweitert. Zur Festungszeit erfolgte die Nutzung als Lagergebäude.
Zustand Sep. 2010

Proviantmagazin der Festung Torgau

Militär-Proviantmagazin;
Tor in der Südseite des Ostflügels
Aufschrift:
Et-Fel. Regnante Fr. Augusto erectum Anno Chr. MDCCCII” Ehemals “FAR” im Schlußstein.
Das Gebäude wurde bis zur Deutschen Wiedervereinigung als Lagergebäude genutzt und beherbergt heute ein Fitness- Studio und Verkaufsräume des Einzelhandels.
Zustand Sep. 2010

Tor zum Proviantmagazin der Festung Torgau

Zeughaus gegenüber von Hauptzugang zum Schloss Hartenfels; als Kornhaus 1479 erbaut, 1538 im Erdgeschoss eingewölbt und später als Marstall und Gefängnis benutzt; ab 1790 als Zeughaus vorgesehen und 1812 bis 1918 von der Festungsbehörde umgebaut und als Zeughaus verwendet; heute Ausbildungsort der Heimerer-Schulen mit Ausstellungsflächen im Erdgeschoss
Zustand Apr. 2011

Zeughaus vor dem Schloss Hartenfels (Defensionskaserne 1)Zeughaus vor dem Schloss Hartenfels (Defensionskaserne 1)

Fortifikationsmauer an der Elbe nördlich der Brücke (stromabwärts)
Zustand Jan. 2009

Elbmauer vom ersten Feld der alten Elbbrücke

Abwasserauslass an der Elbmauer. Der Auslass des überwölbte Kanals wurde durch das Einfügen eines scheitrechten Sturzes verändert und er wurde mit einer eisernen Klappe versehen. Das Scharnier ist noch erhalten.
Die Verschlussmöglichkeit wurde vielleicht im Zusammenhang mit Hochwasserschutzmaßnahmen nach den Hochwassern 1850/54 vorgesehen. Wohl mit Herstellung der zentralen Entwässerung um 1900 fiel die Funktion weg und die Öffnung wurde verschlossen
Zustand Nov. 2010

Auslass an der Elbmauer

Drei Elbepegel am letzten erhaltenen Brückenpfeiler der alten Elbbrücke stadtseitig; links in sächsischen Ellen; in der Mitte in preußischen Fuß und rechts in metrischer Teilung; alle Pegel haben einen unterschiedlichen Nullpunkt
Zustand Nov. 2010

historische Pegel am Pfeiler der alten Elbbrücke

Gedenktafel für Ernst-Ludwig Aster an der Elbmauer
(sächsischer Ingenieur, später preußischer Ingenieur und an der Planung und dem Bau der Festung Torgau beteiligt)
Zustand Dez. 2008

Gedenktafel  für Ernst-Ludwig Aster an der Elbmauer

Laboratorium (1850) zwischen Bastion II und Bastion III; Die ständige Benutzung konnte einen guten Erhaltungszustand sichern; Das Gebäude befindet sim Besitz und in Benutzung der “Torgauer Wohnstätten GmbH
Zustand Nov. 2008

Laboratorium zwischen Bastion II und III

Nebengebäude am Laboratorium; Die seitliche Anrampung (rechts) ist trotz Steinschüttung nicht Fachwerkgerecht und wird auf absehbare Zeit die Konstruktion massiv schädigen
Zustand Okt. 2010

Laboratorium_Nebengebaeude_1_200

linke Flankenkasematte der Bastion III; Freundseite; Die Öffnungen sind verändert.
Zustand Nov. 2008

linke Flankenkasematte Bastion III

linke Flankenkasematte der Bastion III; Feldseite; Die Öffnungen sind zum Teil verändert.
Zustand Okt. 2010

Linke Flankenkasematte der Bastion III

rechte Flankenkasematte der Bastion VII
Zustand Nov. 2008

rechte Flankenkasematte Bastion VII

linke Flankenkasematte der Bastion II; die Eingangssituation ist stark verändert und in Original wohl spiegelgleich mit der rechten Flankenkasematte der Bastion II; Der innere Zustand der Ziegelgewölbe ist einsturzgefährdet
Zustand Jun. 2011

linke Flankenkasematte Bastion II; Festung Torgau

linke Flankenkasematte der Bastion II auf dem Gelände der Stadtwerke Torgau ; links von den oben abgebildeten Toren; Die beträchtliche Auffüllung des vorgelagerten Geländes ist hier gut ablesbar; der Eingangsbereich ist verändert und selbst bereits wieder von historischem Wert
Zustand Jun. 2011

Tür der linke Flankenkasematte Bastion II

linke Flankenkasematte der Bastion II; eine frühe Ausführung der Elektrifizierung mit offener Kabelverlegung hat als Zeugnis der technischen Entwicklung an dieser Stelle die Zeiten überdauert, (Vernachlässigung bedeutet manchmal auch seltener Erhalt); hinter der “Leuchte” ist noch eine Deckenöffnung zu erkennen, die zur Belüftung bzw. zum Abzug der Pulvergase dienen sollte
Zustand Jun. 2011

historische Elektroversorgung Bastion II

rechte Flankenkasematte der Bastion VII
Zustand Nov. 2008

linke Flankenkasematte Bastion VII

rechte Flankenkasematte der Bastion VII
Ein bedauerlicher Zustand, jedoch aufschlussreich für das Verständnis der Bauweise.

rechte Flankenkasematte der Bastion VII

rechte Flankenkasematte der Bastion VII; Feldseite
Zustand Nov. 2008

linke Flankenkasematte Bastion VII

Kurtine zwischen Bastion VII und VIII; Der Graben rechts ist verfüllt. Der aufgehende Wall links ist abgetragen
Zustand Okt. 2008

Kurtine zwischen Bastion VII u nd VIII

Kurtine zwischen Bastion VII und VIII; Blickrichtung von Standpunkt der ehemaligen Poterne zur Bastion VII; Bei Bauarbeiten im April 2011 wurde die Futtermauer mit beeindruckender Dicke teilweise freigelegt und entfernt (siehe Kennzeichnung)

... und wieder ein Stück verloren.
Zustand Apr. 2011

Kurtine zwischen Bastion  VII und VIII

Grabmal des Grafen Louis de Narbonne auf dem Torgauer Friedhof. Narbonne starb am 17.11.1813 während der Belagerung wohl an Typhus und wurde auf der Bastion VIII beigesetzt ......
Zustand Dez. 2008

ehemaliges Grabmal von Narbonne in Torgau

........ Das Grabmal wurde später auf den Städtischen Friedhof versetzt und die Gebeine nach Paris überführt.
Zustand Mai 2011

ehemaliges Grabmal von Narbonne in Torgau

Mühlentor als Zufahrt zur Elbe. Die stadtseitig angelegten Stufen entsprechen nicht dem Originalzustand.
Zustand Dez. 2008

Mühlentor an der Elbe

Blockhaus der Schleusenlünette I; später wurde das Gewölbe mit einem mehrgeschossigen Gebäude überbaut, welches sich heute in Privatbesitz befindet.
Zustand Mai 2011

Blockhaus der Scheusenlünette I; heute mit einem Wohnhaus überbaut

Freundseitige Stützmauer an der Schleusenlünette I; mittig befinden sich die Wandnute des Stauwerkes, rechts daneben in der Wand der vermauerte Wassereinlass für Innundation und Bewässerung des Festungsgrabens
Zustand Mai 2011

Schleusenlünette I am Schwarzen Graben

Auslaufbauwerk zur Flutung des südlichen Innundationsbeckens Nr. 1 unweit der Schleusenlünette I.
Zustand Mai 2011

Auslauf zur Flutung des südlichen  Innundationsbeckens

Kehlseite der
Schleusenlünette II von der Brücke mit Blick nach Süden
Zustand Mai. 2011

Kehlmauer der Schleusenlünette II am Schwarzen Graben

Kehlseite der
Schleusenlünette III von der Brücke mit Blick nach Nordosten
Zustand Nov. 2010

Kehlmauer der Schleusenlünette III am Schwarzen Graben

Regulierbauwerk am Großen Teich zur Bereitstellung des nötigen Wassers für die Wassermanöver (Füllung der Gräben und Innundationen). Ca. 50. m rechts davon ist noch das Erdbauwerk der Teichschanze zu erkennen.
Zustand Jan. 2011

Teichablass Großer Teich; Torgau

Nach dem Umbau des Regulierbauwerkes durch die Preußen wieder eingebauter originaler sächsischer Wappenstein
Zustand Jan. 2011

Saechsisches Wappen am Regulierbauwerk Großer Teich; Torgau

Sekundärverwendung von Festungsbaumaterial (Sockel; Sockelabdeckung, Säulen) aus Sandstein bei der Villenbebauung im Bereich Ravelin III (vor dem Wittenberger Tor) um 1900 nach der Entfestigung
Zustand Nov. 2008

Sekundärverwendung von Festungsbaumaterial

“Königs-Thor” zwischen Bastion III und IV auf historischer Postkarte (Ausschnitt); Bestand des Stadtarchivs Torgau (F413); Toranlage und Graben sind geschleift

Koenigs-Thor in Torgau

einer der zur Erinnerung im Stadtpark (ehemals Glacis) aufgestellten Schluss- bzw. Gedenksteine (jetzt eingelagert) mit der Bezeichnung
FWR III 1820
(Friedrich Wilhelm Rex III
1820), also aus der preußischen Zeit.
Der genaue ehemalige Einbauort ist ungeklärt
Zustand Nov. 2008

Schlussstein Friedrich Wilhelm Rex III

Der kurfürstliche Marstall in der Fritz-Reuter-Straße wurde wohl im 16. Jh. auf den Resten eines mittelalterlichen Klosters erbaut. Für die Festung wurde dieser als Pferdestall weiter genutzt. Er ist erst in den letzten Jahrzehnten derart verkommen.

oben: Südwestflügel

Zustand Herbst 2002

mittig: Südwestflügel nach “Verkehrssicherung” heute
Zustand Dez. 2010

unten: südöstlicher Flügel stark umgebaut
Zustand Dez. 2010

Marstall1; Südwestflügel 2002

Marstall; Suedwestfluegel; 2010

Marstall; Suedostfluegel 2010

Fortifikations-Dienstgebäude in der Straße der Jugend 12; erbaut 1881 als Dienst-Wohngebäude
Zustand Dez. 2008

Fortifikations-Dienstgebäude; Festung Torgau

Neue Kommandantur in der Prommenade 8 als Ersatz für die damals marode (jedoch noch bis heute erhaltene) Kommandantur in der Pfarrstraße aus dem 16 Jh.
Bau ca. 1850;
Zustand Feb. 2011

Neue Kommandantur in der Prommenade; Festung Torgau

Neue Artilleriekaserne 1880-1883, also noch zur Festungszeit erbaut (Südfassade). Der symmetrische Bau steht in der Achse des Wittenberger Tores (Nordfassade); derzeitige Abrissplanungen zeigen historisches Unverständnis
Zustand Dez. 2010

Neue Artilleriekaserne in der Puschkinstraße; Festung Torgau

Seydlitz-Kaserne in Torgau auf historischer Postkarte des Stadtarchivs Torgau (F404); das Kasernengelände war von 1954 bis zur Wiedervereinigung Standort eines sowjetischen Fernmelderegiments

Seydlitz-Kaserne in Torgau; Festung Torgau

Kaserne des Thüringischen Husaren-Regiments Nr. 12 ab 1920 dann das Reiterregiment 10 (Seydlitz-Kaserne)
Neubau 1898/1901, also nach Auflösung der Festung, jetzt(Wohnanlage) Husarenpark

Seydlitz-Kaserne in Torgau

(wie vorgenannt, jedoch Südfassade)

Seydlitz-Kaserne (Hofansicht)

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